Das Schreiben einer Bewerbung kann schnell zur Herausforderung werden: Einerseits möchte man die eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen bestmöglich präsentieren, andererseits besteht die Gefahr, sich zu sehr zu verstellen. Doch genau hier liegt der Schlüssel zu einer erfolgreichen Bewerbung – in der authentischen Selbstdarstellung. Wer ehrlich zeigt, wer er ist und was ihn ausmacht, hebt sich positiv von austauschbaren Standardbewerbungen ab.
Warum Authentizität so wichtig ist
Personaler*innen lesen täglich unzählige Bewerbungen und entwickeln schnell ein Gespür dafür, welche davon ehrlich und glaubwürdig sind. Standardfloskeln und übertriebene Selbstdarstellungen wirken dagegen schnell aufgesetzt. Authentizität schafft Vertrauen und zeigt, dass man sich wirklich mit der angestrebten Position und dem Unternehmen auseinandergesetzt hat.
Stärken zeigen – aber ehrlich
Natürlich geht es in einer Bewerbung darum, die eigenen Stärken hervorzuheben. Doch statt auf überladene Superlative zu setzen, sollten Sie konkret und ehrlich beschreiben, was Sie besonders gut können – und warum. Nutzen Sie Beispiele aus Ihrer beruflichen Praxis, um Ihre Kompetenzen greifbar zu machen. Statt „Ich bin ein Teamplayer“ könnten Sie etwa schreiben: „In meiner bisherigen Position habe ich ein Projektteam geleitet, bei dem es darauf ankam, die Stärken jedes Einzelnen optimal einzusetzen.“
Die richtige Sprache finden
Authentizität spiegelt sich auch in der Sprache wider. Vermeiden Sie Floskeln und Phrasen, die man schon tausendmal gelesen hat. Schreiben Sie so, wie Sie auch sprechen würden – präzise, klar und ohne unnötige Schnörkel. Eine persönliche Note schadet dabei nicht: Ein kurzer Satz, der Ihre Motivation und Begeisterung ausdrückt, bleibt im Gedächtnis.
Entwicklungspotenziale statt Schwächen betonen
Statt Schwächen in den Vordergrund zu stellen, ist es effektiver, Entwicklungspotenziale aufzuzeigen. Formulieren Sie Ihre Aussagen so, dass deutlich wird, dass Sie bereit sind, sich in bestimmten Bereichen weiterzuentwickeln. Ein Beispiel: Statt „Ich bin manchmal zu detailorientiert“ könnten Sie schreiben: „Ich arbeite daran, meine Detailorientierung besser mit der Effizienz bei größeren Projekten zu verbinden.“ So zeigen Sie nicht nur Selbstreflexion, sondern auch den Wunsch, sich kontinuierlich zu verbessern.
Fazit: Ehrlich währt am längsten
Wer in der Bewerbung ehrlich zeigt, wer er ist, hat die besten Chancen, auch im Vorstellungsgespräch zu überzeugen. Authentizität schafft Vertrauen und hebt Sie von der Masse ab. Also trauen Sie sich, nicht perfekt zu sein – sondern einfach echt.